Hans Bäßler (Hrsg.): Aktiv hören – innovativ gestalten. Kongressbericht 25. Bundesschulmusikwoche Hannover 2004 (Schott Mainz 2005)

 

(aus: Musik & Bildung 2/2006)

Nunmehr liegt der Kongressbericht von der 25. Bundesschulmusikwoche 2004 vor. Unter dem Motto „Aktiv hören – innovativ gestalten“ beteiligten sich etwa 1000 Kollegen an den 210 Veranstaltungen, die von 155 Referenten getragen wurden. Angesichts dieser Zahlen kann ein Kongressbericht, dem lediglich ein Volumen von 264 Seiten zur Verfügung steht,  nur eine exemplarische Auswahl des breiten Programms widerspiegeln.

Knapp ein Drittel des Buches ist den „Kursen zur Unterrichtspraxis“ gewidmet, wobei 10 von insgesamt 55 Veranstaltungen dokumentiert werden. Das mag auf den ersten Blick nach wenig aussehen. Wenn man jedoch noch die drei (von 10) Beiträge aus dem Bereich „Musik und Computer“ hinzuzählt, wird deutlich, dass die Berichterstattung über die konkreten Unterrichtsimpulse den deutlichen Schwerpunkt der Veröffentlichung bilden (fast 50%!).

Im wesentlichen handelt es sich hier um Unterrichtsimpulse zum Instrumentalklassenunterricht, zum Umgang mit Perkussionsinstrumenten, zum Klassenmusizieren, um Tanz-Rhythmus-Spiele, um den aktiven Umgang mit Neuer Musik, um internetgestütztes Musiklernen und um den Einsatz des Computers im Schulgebrauch.

6 (von 24) Berichte und Referate aus den Bereich „Information – Diskussion“ bilden mit etwa 20% den zweiten großen Block dieser Publikation. Es sind dies:

- ein Bericht über ein europäisches Aus- und Weiterbildungskonzept

- ein Kurs zur szenischen Kontrapunktierung „großer Werke vergangener Zeiten“

- zwei Beiträge zur Musiklehrerausbildung

- zwei Referate zu neuralen Prozessen und frühen musikalischen Lebenserfahrungen.

Von den 15 „Foren“ des Kongresses kommen lediglich drei zu Worte (das sind etwa 6% des gesamten Buches):

- Wie Gestalten das Hören prägt

- Der Wettbewerb „Schüler komponieren“ und die „Treffen junger Komponisten“

- Kinder- und Jugendkonzerte.

In seinem Eröffnungsreferat erläutert Hans Bäßler die Bedeutung des Kongressmotto, in dem er betont, dass „erst ein aktiver Umgang mit Musik bewusstes Hören erreichen kann. Und umgekehrt gilt dies ebenso: Blindes Musizieren im Sinne eines bloßen Tuns wird immer in einen Aktivismus führen“ (S. 19).

Die Wiedergabe des Programms und ein Verzeichnis der Referenten runden einen ausgewogenen Kongressbericht ab, der nicht nur eine gute Reminiszenz für die Teilnehmer ist. Gerade weil die Kurse zur Unterrichtspraxis im Mittelpunkt dieses Buches stehen, bietet es auch den Kollegen, die nicht mit dabei sein konnten, sowohl einen guten Überblick über den Stand der derzeitigen musikpädagogischen Fachdiskussionen, als auch ein Fülle interessanter neuer Unterrichtsimpulse.